Tipps für die MPU

Die MPU (Abkürzung für die Medizinisch-Psychologische Untersuchung) untersucht die Fähigkeiten, die zum Führen von Fahrzeugen notwendig sind. Umgangssprachlich wird diese Untersuchung auch „Idiotentest“ genannt, da bei dieser Eignungsprüfung, neben der körperlichen Verfassung, auch das geistige Vermögen und die persönliche Konstitution ausgewertet wird.

Die Anordnung einer MPU kann mehrere Gründe haben: schwerwiegende Regelverstöße im Straßenverkehr oder aber auch das Fahren unter Drogen- oder Alkoholeinfluss. Ist der Führerschein erst einmal weg und die zuständigen Stellen haben einen Idiotentest angeordnet, bleibt dem Betroffenen kaum eine andere Wahl.

Im Vorfeld der Medizinisch-Psychologischen Untersuchung sollte man sich klar machen, dass die verantwortlichen Ärzte und Psychologen wahrscheinlich schon jede Ausrede und die verschiedensten Unschuldsbeteuerungen gehört haben und man damit nicht weiterkommen wird. Der wichtigste Punkt ist also, sich mit seiner Straftat auseinanderzusetzen! Es gibt verschiedene Begutachtungsstellen, die die MPU durchführen.

Meist werden an einem Tag in der Woche kostenlose Informationsabende angeboten, wo den Betroffenen eine erste Hilfestellung gegeben wird – dieses Angebot sollte man unbedingt annehmen, denn neben der eigentlichen Untersuchung, die gerade mal drei bis vier Stunden dauert, kommen noch einige „Behördengänge“ hinzu. Im weiteren Verlauf muss man sich klar machen, dass man ohne professionelle Hilfe kaum weiterkommen wird, der untersuchende Psychologe möchte sehen, dass man sich intensiv mit „seinem Problem“ auseinandergesetzt hat – hier genügt es nicht nur Besserung zu geloben. Es gibt viele Suchtberatungsstellen oder Therapeuten, die sich auf diese Thematik spezialisiert haben. Auch ist es wichtig mindestens ein Jahr auf Alkohol oder Drogen zu verzichten, sollte man aus diesem Grund die MPUmachen.

Im Idealfall lässt man jeden Monat von seinem Allgemeinarzt eine Blutabnahme oder ein Drogenscreening machen, um stichhaltig beweisen zu können, dass man aus seinem Fehler gelernt hat und nun langfristig „sauber“ ist.

Hilfeforen im Internet, die sich mit dem Thema der MPU auseinandersetzen, können viele Fragen beantworten und auch eine Menge Tipps geben. Betroffene schildern hier ihre Erfahrungen und können konkrete Ratschläge geben.

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